„A Better Place“ – Komparsin im Sozialexperiment einer TV-Serie 

Das ist- noch nicht- der überarbeitete Blog-„Auftritt“ von Zettelskrom. Sondern der Versuch wieder regelmäßig zu schreiben und damit anzuknüpfen an die Zeiten, in denen es selbstverständlich war mit zehn Fingern den Tasten des Notebooks sanfte Anschläge zu entlocken. Stichworte gibt es reichlich und aktuelle Anlässe auch.

In dieser Woche startet in der ARD eine achtteilige Serie, in der eine fiktive Stadt alle Straftäter aus der JVA entlässt um sie zu resozialisieren. „Jeder will das Beste und riskiert Verschlechterung. Niemand ist frei von Vorurteilen, aber viele sind halt auch wahr“, konstatiert Jan Freitag in der „Süddeutschen“. „Und obwohl niemand voll im Unrecht ist, bleiben Rechthaberei so selten wie dramaturgischer Firlefanz oder bloße Behauptungen.“ Ein Lob.

Die von der Requisite gestaltete Mahnwache in der Nähe des Rathauses

Im September 2023 war ich als Demonstrantin gebucht für Dreharbeiten in Leverkusen. 12 Stunden vor dem „Forum“, das als „Rathaus“ firmiert, gesichert durch Absperrgitter und Polizeibeamte – sehr echt. Am Rande des Platzes mit Handtüchern, Klamotten, leeren Flaschen und Protestplakaten ausstaffierte Zelte einer „Mahnwache“. Die Requisite verteilt an uns Buttons und Plakate mit Parolen. Per Megafon werden wir instruiert, was wir zu rufen haben. Geballte Empörung gegen ein Resozialisierungs-Projekt, das vom Bürgermeister und einer Wissenschaftlerin initiiert wird. Das örtliche Gefängnis wird geschlossen, die bisher Inhaftierten sollen durch Arbeit, Wohnung, Therapie und Begleitung wieder in die Gesellschaft integriert werden. Dagegen gibt es Einwände nicht nur von Opfern und deren Angehörigen, sondern nach Pannen eben auch von empörten Bürgerinnen und Bürgern. Ein Versuch des Bürgermeisters, am Absperrgitter das Gespräch mit der aufgebrachten Menge zu suchen, scheitert.

Im Kreuzfeuer der Kritik: der Bürgermeister, gespielt von Steven Sowah

Wir Komparsen müssen immer wieder unsere Positionen wechseln. Später soll aus uns mithilfe digitaler Verfahren eine riesige Protestkundgebung Tausender werden. Immer wieder unsere wütenden Rufe, das wilde Schwenken der Plakate – perfekt, dass manche handgemalten Pappschilder Schreibfehler aufweisen. Mitunter ist es ermüdend. Spannend bleibt die Unterschiedlichkeit der Menschen neben mir, unsere kurzen Gespräche und die längeren während der Mittagspause. Aber ich spüre zunehmend Irritationen, weil mir die wütenden Stimmen zu viel werden und die Menge sich so rasch auf einen lautstarken „Schlachtruf“ einigen kann. Wo sind die Zweifelnden, die Ängstlichen, die Verletzten noch auszumachen in dieser brodelnden, nach vorne gegen die Gitter drängenden Masse?  Warum suchen so viele die Nähe des Mannes, der sich als Anführer der Protestbewegung herausstellt und zu massiver Gewalt aufruft? Er führt einen „Marsch“ Richtung Stadtzentrum an.

Es gibt wenige Regie-Hinweise – und schon werden diejenigen, die weiter auf Diskussionen über eine Lösung setzen, an den Rand gedrängt und beschimpft. Schließlich bleibe ich mit einer der kleineren Gruppen kopfschüttelnd zurück. In meiner eigenen Kleidung stecke ich in der Rolle der aufgebrachten Demonstrantin und hätte doch lieber auf der Seite derjenigen gestanden, die sich für ein Gelingen des Projekts einsetzen. Nach diesem Drehtag bleibt die Erkenntnis, wie leicht Aufruhr angezettelt werden kann, wie einfach es ist, mit der Mehrheit zu brüllen und die Fäuste zu recken. Und dass ein Ausscheren einzelner aus der Masse sie verletzenden Beschimpfungen aussetzt. Sich der Menge zu entziehen, befreit aber auch und schafft andere Möglichkeiten.

 „A Better Place“, eine Koproduktion der ARD mit Sendern in Frankreich und Österreich startet am 15.1.2025 mit zwei Folgen in der ARD und kann in der Mediathek abgerufen werden. CB

ZETTELSKROM räumt auf

Vor mehr als drei Jahren, im Juli 2021, habe ich damit begonnen, Ideen, Notizen, Sätze, Buchtipps und Zeitungsartikel als Material für meinen Blog zu nutzen. ZETTELSKROM – *kölsch für Zettelwirtschaft- der Name passt, denn er lässt mir den Freiraum über das Weltgeschehen und meine ganz privaten Erfahrungen zu schreiben, die gar nicht selten so miteinander verknüpft sind. Die Reaktionen auf den Blog von eigenen Erlebnissen bis zu weiterführenden Hinweisen sind digitale Überraschungen, die mich freuen. Ob sie aus dem Libanon, Litauen oder dem Bergischen Land gesendet wurden.

Jetzt hat sich ZETTELSKROM eine Pause verordnet. Biographisches soll überarbeitet, alles anders sortiert werden. Fotos wie das auf der Terrasse des Ferienhauses in Umbrien sind längst nostalgisch.

Zettelskrom als Collage verwendeter Fotos, generiert für einen Buchtitel
 

Bis der Blog neu aufgestellt ist, die herzliche Einladung, sich einfach durch den Blog und seine Themen treiben zu lassen: touristisch, literarisch, politisch, exotisch, musikalisch, historisch, persönlich…  CB

„It’s a Good Day“ oder vom Ringen um andere Perspektiven

In diesem Sommer vermisse ich oft die Leichtigkeit. Die hatte sich in den Jahren davor ohne Anstrengung eingestellt durch Zutaten wie Wärme, Eis, Wellen, die auf dem Meer, einem See oder einer Talsperre schaukelten, und der Schauer der Tropfen, die der dem Bach entsteigende Hund versprühte. Szenen und Bilder, die dann doch verdächtige Nähe zu der Flut der Eindrücke und eben auch der Illusionen vom perfekten Sommerglück aufweisen, die sich im Netz aufdrängen. Um Neid und Wünsche zu wecken, genau an diesen Orten zur Zeit des Sonnenuntergangs – oder des Sonnenaufgangs vor Bergkulisse- auch zu sein.

Spätestens da drängen sich die Bus-Ladungen anderer ins Bewusstsein, die ebenso das als grandios beworbene Silvester-Feuerwerk auf Madeira, den Berggipfel, die Oldtimer-Rallye sehen wollen. Dann ist es nicht weit zu den stundenlangen Staus am Brenner oder der Kette wartender Maschinen auf dem Rollfeld, als Flüge noch normal waren. Die Ferienwohnung, die mit Möbeln der Großeltern ausgestattet zu sein schien, oder…

Diesen Sommer habe ich fast vollständig in Köln verbracht, im Vorort, wo die Äpfel lieber vom Baum fallen als aufs Pflücken zu warten. Sie landen bereinigt in Apfelkuchen und Kompott oder werden verschenkt. Auf dem Schreibtisch sammelt sich nicht nur der Zettelskrom. Bis vor wenigen Tagen wartete auch die „Elster“ auf unser Futter aus Steuer-Belegen. Der Gesangskurs macht Sommerpause. Wie gut, dass der Solarstrom vom Dach das Radio betreibt. Der Hund fehlt, dem ich auf der Morgenrunde oft die Zeile oft vorgesungen habe: „Now you call me as I walk into the morning of your life…“- Dankbarkeit spüre ich selbst beim Summen und Schreiben.

Pflicht und Vergnügen auch auf dem Schreibtisch

Dankbar bin ich auch für die vielen Songs (und ein französisches Chanson) in meinem Kopf, deren Texte und Melodien meiner Schwester und mir das Lernen der Sprache leichter machten. Vor zwei Jahren erst stieß ich auf eine kleine „dummy melody“, die Sängerin und Songwriterin Peggy Lee bei der Hausarbeit einfiel, wie sie im Interview erzählt hat: „It’s a Good Day“. Das war 1946, damals war die 1920 in Norddakota geborene Peggy Lee Sängerin der Benny-Goodman-Band. Sie singt, dass es ein guter Tag sei vom Morgen bis zur Nacht, um die Schuhe zum Glänzen zu bringen, alles zu erreichen und nichts zu verlieren, die Krankheiten zu kurieren, tief durchzuatmen und die Pillen wegzuwerfen. Vieles wird aufgezählt, was mehr Pflicht als Vergnügen ist.  Danke, dass sich der gesamte Text im Internet findet wie der Hinweis, dass von Peggy Lee, die 2002 in Los Angeles starb, auch der Welthit „Fever“ stammt. Was dann ein anderes Thema wäre. Ich beschränke mich diesen Sommer auf gute Tage, einen nach dem anderen. CB

Sehnsucht, Wölfe und neue Anfänge – Zettel des Sommers 2024

Die Füße im warmen Sand bis die Meereswelle heranstürmt – das blieb in diesem Sommer ein Wunsch. Stattdessen im Kopf nicht ausgelöschte Erinnerungen und eine Notiz von 2020:

Düne bei Paal 19 auf Texel

Die rote Ecke meiner Windjacke schiebt sich
in den Himmelsblick mit den weißen Schleiern
Wie dunkle Sandkörner rasen die
Mückenflecken in den Augen über den Strand
Eine Gang von fünf Hunden durchbricht
die Choreographie der Schnur von Menschen
Die Flut begnügt sich
mit weißen Schaumkronen
und der Wind rappelt
an der Tür der Strandhütte
Möwen haben Hieroglyphen gezeichnet
in das Modell der Sahara-Hügel
Die Löschfunktion wird das Wasser sein.   CB

Das früher beschworene „Sommerloch“ der Ereignis-Armut tat sich diesmal nicht auf. Stattdessen war den Nachrichten über Gewalt rund um die Erde und um die Ecke nicht zu entkommen. Selbst in den U-Bahnstationen oder in der Physio-Praxis flimmern Kriegsszenen mit Untertiteln. Aufgewachsen in einem Rotkäppchenweg stoße ich auf eine Fabel, die der Trauerredner und Schauspieler Carl Achleitner dem Süddeutsche Zeitung Magazin 2021 erzählt hat:

„…in jedem Menschen gibt es zwei Wölfe, die ihr Leben lang miteinander kämpfen. Der eine Wolf ist böse, seine Waffen sind Gier und Neid, Hass, Gewalt und Lüge. Der andere Wolf ist der gute, ihn zeichnen Gerechtigkeit aus, Großzügigkeit, Liebe.  Die Kinder fragen, welcher Wolf gewinnt?  Und der Großvater sagt, der, den du mehr fütterst. So schlicht die Geschichte ist, sie hat einen wahren Kern. Wenn wir den guten Wolf unser Leben lang füttern, bis er dick und wohlgenährt ist, dann wird es ein gutes Leben.“

In den Sommern der Kindheit gab es Glanzbilder zum Sammeln mit nur einem Wolf.

Zu hochgesteckt das Ziel eines guten Lebens in der aufgeheizten Atmosphäre dieses Sommers? Selbst Partei ergreifen, wenn Menschen ausgegrenzt werden? Vor drei Monaten wurde das seit 75 Jahren geltende Grundgesetz gefeiert mit Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Zu anstrengend für einzelne sich einzumischen, wo vieles vermeintlich so verfahren ist? Vor acht Jahren ermutigte Carolin Emcke in Frankfurt am Main als Friedenspreisträgerin die Zögernden:

„Wir können immer wieder anfangen. Was es dazu braucht? Nicht viel: etwas Haltung, etwa Bereitschaft, die Blickrichtung zu ändern, damit es häufiger geschieht, dass wir alle sagen: Wow. So sieht es also aus dieser Perspektive aus.“  CB

Jenseits der Cloud – Bilder im Kopf

Um den Kölner Dom sind nicht nur im Sommer Menschen zu beobachten, die mit dem Handy auf einem Stick oder in der Hand das monumentale Welterbe und sich selbst im Bild zu vereinen suchen. Komisch wird es, wenn Böen einen Haar-Vorhang vors Gesicht ziehen oder beim Rückwärtsgehen ein zupackender Wildfremder einen Treppensturz verhindert. Im Internet- wo sonst- finden sich Hinweise wie der, den Dom doch von der Hohenzollernbrücke aus in den Blick zu nehmen. Weltweit dazu Bewertungen von Restaurants und Hotels in fast jeder Stadt. Dazu, was „man“ sonst noch unbedingt unternehmen soll. Millionenfach reproduzierte Bilder und Erfahrungen, Ärger inkludiert, wenn zu lange aufs Essen gewartet werden musste oder ein Baukran das antike Panorama störte.

Vor einigen Monaten hatte ich im Krankenhaus Zeit genug, nach Bildern im Kopf zu fahnden, die sich dort im Laufe von 65 Jahren angesammelt haben. Momentaufnahmen, die in die Jahre der Agfa-Schwarzweiß-   oder der Farbfilme fielen. Nicht zu vergessen das Polaroid, das einen Kollegen und mich beim Frühstück zeigte. Eine Fälschung, entstanden in mediterraner Kulisse auf der Messe „photokina“ lange vor der Ära von Smartphones und Fakes.

Ein paar wiederentdeckten Bilder als Anregung, selbst einmal an einem ereignislosen Tag auf die Suche zu gehen: nach Erinnerungen, die auch ohne Speicherung auf Festplatten oder in Clouds die Zeitläufte*) überdauern.
*) eines meiner altmodischen Lieblingswörter – und ja, das „t“ ist kein Tippfehler.

  • Bunte Streifen – im Stoff der Latzhose der Dreijährigen bei der Gartenarbeit; die grün und blau gestreifte dünne Chiffonbluse, mit 14 „geerbt“ von der Tante; der neue Frottee-Bademantel in allen Farben und damit unverwechselbar im Thermalbad
  • Waffel-Essen bei den Großeltern am Küchentisch, frisch gebadet
  • Nach der Strandsaison im Lager eines Supermarkts von Coney Island den Waschraum benutzen
  • Zu zweit in einem Haus ohne dass jemand des Weges kam, nur Züge der Schwarzwaldbahn zogen täglich ihre Kurven in der Nähe
Auf Schritt und Tritt begleiten uns die Erinnerungen an die Jahre mit Funny
 

Funny – was bleibt von einem Hundeleben

Ihr Name war Programm. Über 13 Jahre flitzte sie vor, neben und selten hinter uns her: durch die kleine Welt mit Wiesen, Wasser, Wäldern und der City Kölns, aber auch durch Europa von der polnischen Ostseeküste bis zu der Insel Texel und der Bretagne, durch die Alpen und Umbrien. Von klein auf nutzte sie Auto, Bus, U-Bahn, Zug und Schiff. Da reichten ihr in fremden Zimmern eine Matte und natürlich der Napf.

Zuhause kam sie morgens wedelnd aus ihrer „Kiste“, die eigentlich zum Fliegen gedacht war. Seit dem 30. Juni ist es nun still im Haus, stumm steht das Staubsauger-Duo in der Ecke, keine Haare und Pfoten-Abdrücke mehr. Auf dem Rasen keine Frisbee-Scheibe und kein Futterbröckchen. Junge Spatzen haben Samen aufgepickt, doch langsam wächst Gras über die Stelle, wo Funny jetzt liegt.

An ihrem letzten Tag stand sie nicht mehr auf, gegen die Schmerzen half kein Medikament mehr. Sie hob nicht wie sonst den Kopf beim leisesten Geräusch aus der Küche, ignorierte feinste Leberwurst. Die Tierärztin kam nach Hause und schläferte sie ein.

Nach zwei Wochen fließen immer noch Tränen. Wir staunen, wie viele Funny kannten und ihre Erinnerungen mit uns teilen: vom Mantrailing auf Texel, von stürmischen Begrüßungen und wilden Wettrennen auf der Hundewiese. Sie war nimmersatt, doch nach meinem Schlaganfall brachte sie mir keuchend ein komplettes Huhn, das wohl ein Raubvogel fallengelassen hatte. Funny konnte sanft sein mit Kindern, Menschen mit Handicap und beim Besuch im Hospiz.

Nein, unser Hund war kein Ersatz für Kinder, aber ein Familienmitglied und Lebewesen mit Gefühlen, eigenen Ideen und einem guten Gedächtnis für Menschen und Situationen, die gut für sie waren. Was Funny uns gezeigt hat:

in der Bretagne

Wünschen lohnt sich

Als Kind hatte ich keinen Teddy, sondern den Steiff-Plüschhund „Floppy“, sammelte Hundepostkarten. Wenn Kinder im Bus Funny treffen und streicheln, frage ich, ob sie auch gerne einen Hund hätten. Sie nicken und listen die Gründe dagegen auf – von Zeit- und Platzmangel bis zu Tierarzt-Kosten, Urlauben und Allergien. Mein Rat: „Haltet fest an dem Wunsch nach einem Hund. Seht mich an. Über 50 musste ich alt werden, bis es funktionierte und Funny in unser Leben kam.“

Einfach öfter schütteln und gähnen

Ein Vortrag über Stress und belastende Arbeitsbedingungen im Journalismus durch die dauernde Konfrontation mit Gewalt und Katastrophen. Die Referentin verweist darauf, dass Hunde sich heftig schütteln, um Spannungen abzubauen oder ungeniert gähnen. Ausschütteln kenne ich nur nach Gymnastik- oder Atemübungen. Da sollte ich mir ein Beispiel am Hund nehmen. Und mich nicht ärgern etwa über schwarze Haare im Buchregal.

Funny first

Funny braucht kein Narrativ wie das vom Säbelzahntiger, um sich auf alles Fressbare zu stürzen. Weggeworfene Brötchen, das Stück Kuchen auf einem Trafo-Kasten, die umgekippte Tüte Trockenfutter. Zuhause wird der gefüllte Napf schnell geleert. Da zählt nur der Augenblick, auch wenn sie längst die täglichen Routinen kennt. Funny first – das ist für sie klar, wo ich oft erst noch Gedanken-Knäuel entwirren muss.

Freundlichkeit zahlt sich aus

Kaum ein Spaziergang morgens oder abends, ohne dass wir jemand aus der Nachbarschaft treffen. Da macht Funny gerne einen Knicks. Ab und zu staubt sie Leckerchen ab oder wird gestreichelt. Dafür nimmt sie auch missgünstige Blicke anderer Hunde oder Katzen in Kauf. Für mich fallen Gespräche ab. So gab es etwa für uns Menschen vom Nachbarn Stauden-Ableger für den Garten.

Kläffer einfach ignorieren

Kleine Hunde haben öfter als große die Angewohnheit, hysterisch zu kläffen. Funny würdigt sie keines Blickes oder gar Bellens und schreitet gelassen weiter. An Gründe wie den, dass die kleinen Kläffer auf den Arm genommen werden und sich dann für den größten Hund der Welt halten, verschwendet sie keinen Gedanken. Auch mich lassen pöbelnde Menschen im Gedränge oder in Schlangen immer öfter kalt

im Schwarzwald

Niemand geht verloren

Mit den Eltern, einem Weimaraner und einer Golden Retrieverin, ist Funny genetisch disponiert für die Jagd, bevorzugt aber die zivilisierte Menschensuche – das sogenannte Mantrailing mit meinem Mann am anderen Ende der langen Leine. Ein kurzes Schnüffeln an einer getragenen Socke und sie stürmt los, die vermisste Person aufzustöbern. Ob hinter Müllcontainern, im Buschwerk, in einem Tierkostüm oder in der Einkaufspassage – Funny findet alle, kassiert die Belohnung und lässt sich loben.

Ohne Vorurteile – der richtige Riecher

Funny hat ihr eigenes hündisches System Menschen zu begegnen. Schrille Bemerkungen und abwehrende Gesten gegen die eigene Spezies lassen sie auf Distanz gehen. Anderen begegnet sie freundlich und neugierig. Auch Menschen, die ihre Habe in Taschen mit sich führen, die auf einer Bank mit einem Bier auf ein anderes Leben zu warten scheinen oder solche, die mit ihren Worten durcheinandergeraten. Die unvoreingenommene Nähe und die Berührungen tun beiden gut.

Tiere trösten

Seit Funny hier lebt, fällt uns im Fernsehen auf, wenn in ukrainischen Trümmern Hunde herumstreunen oder Flüchtende eine Katze auf dem Schoß halten. Zu einer Demonstration gegen den Überfall auf die Ukraine hatte ich im ersten Mai des Krieges Funny mitgenommen, die viele Blicke auf sich zog. Ich erfuhr Flucht-Geschichten über zurückgelassene Verwandte und Haustiere. Funny stand ruhig in der Menge und ließ sich streicheln. Ein junger blinder Mann fragte mich auf Englisch über den Hund aus, den er währenddessen abtastete.

Schwäche zeigen dürfen

Als junger Hund pflegte Funny neben uns auf dem Balkon das Silvester-Feuerwerk und die Knallerei zu beobachten. Mit den Jahren ist sie ängstlich geworden, drückt sich an Mitternacht im dunklen Zimmer in den kleinsten Spalt und zittert. Zu aufgeregt für Leckerchen. Streicheln und Nähe helfen. Vor Elefanten oder Kamelen, denen sie auf dem Gelände um einen Wanderzirkus begegnet, fürchtet sie sich nicht. Aber Fliegen oder Bienen nerven sie, und wir sind zu mehr oder erfolgreichen Kammerjägern für sie geworden.

Von wegen nur noch zuschauen

Mit grauer Schnauze und staksigem Gang sah Funny auf der Wiese ein Exemplar ihrer bevorzugten Rasse größerer Rüden, einen zweijährigen Irish Setter mit gelocktem Brusthaar. Sie flitzte zu ihm, umrundete ihn, schlug raffiniert Haken, bis er sich erhob und sie sich beschnuppern konnten. In ihrer Jugend hatte die Angeberin noch Löcher ausgehoben und Wettrennen initiiert. Jetzt wusste sie nicht, dass es ihr letzter Flirt und das letzte Bad im Bach gewesen war. Christel Boßbach

Texel forever

Ein Rückblick, bevor die Welt nach Apulien schaut

Mitten im April sind wir auf dem Flughafen von Bari gelandet, der Regionalhauptstadt Apuliens. Entspannt die Fahrt zur Unterkunft, der „Masseria Torricella“, bei Alberobello: feiner Bio-Agriturismo und ein für die Gegend typisches Gebäude-Ensemble aus Gutshof und festungsartiger Sommerresidenz. Abseits gelegen Ställe, Hügel mit Weinstöcken, Obstbäume, Wiesen für die Eselherde und Schafe, ein eigener Wald mit Trimmgeräten am Wegrand. Das Restaurant und die Zimmer, die Rezeption mit kleinem Laden, Terrassen mit Aussicht und ein Swimmingpool.  Verlockend, hätte nicht Pullover-Wetter wie in Deutschland geherrscht.

Der Frost war sogar in die Weinstöcke gefahren. Bioweine wie der typische Primitivo und der heimisch gewordene Chardonnay gab es zum mehrgängigen Abendessen, immer mit der Wahl vegetarisch zu genießen und regionalen Varianten. Natürlich auch „Orrechiette con Cima di Rapa“, Öhrchen-Nudeln mit Stängelkohl. In den engen Altstadt-Gassen von Bari stellen Frauen den Küchentisch vors Haus und walken den Nudelteig bevor sie die Öhrchen-Nudeln formen und trocknen. Grün, schwarz, in verschiedenen Farben und zum Glück auch hell kaufen sie die Fremden, die aus den Bussen strömen. Win-win sozusagen.

Am 25.April wird in Italien der Tag der Befreiung begangen- das Ende des Kampfes gegen die deutsche Besatzung und den Faschismus, was die Orte unterschiedliche Akzente setzen lässt: Feiern mit Reden vor dem Rathaus oder Laufwettbewerbe. Der Feiertag, dazu der 1.Mai, ließ Schulklassen ausschwärmen, die Masseria war Ort von Familienfeiern und Kurzurlaub. Dazu deutsche e-Bike-Radler und Radlerinnen. UNESCO-Weltkulturerbestätten allerorten. Da könnten Reiseführer bei Alberobello auf launige Sätze über Schlümpfe oder Zwerge verzichten. Denn die runden Trulli (Singular: Trullo) aus Kalkstein gibt es seit dem 14. Jahrhundert (und ähnlich als Wetterschutz auch in deutschen Weinbergen). Ein ganzes Viertel lässt sich in der Stadt besichtigen, der ein oder andere Trullo harrt auf den Wiesen der Sanierung oder „krönt“ eine moderne Unterkunft. In Matera wiederum kann in stylishen Grottenhotels übernachtet werden. In die Wände zweier Schluchten gegraben dienten die sassi bis in die 1950er Jahre vor allem den Armen als Unterkunft.

Wenn Mitte Juni die Mächtigen der G7-Staaten in Apulien zusammenkommen, wird der Stiefelabsatz auf der Karte Italiens im Scheinwerfer-Licht erstrahlen. Dafür werden die Medien-Menschen vom Pressezentrum auf dem Messegelände Baris sorgen. Nicht weit entfernt von der „Masseria Torricella“ liegt Savelletri di Fasano, wo das Spitzentreffen der G7 in einem 5-Sterne-Hotel stattfinden wird, „das einem Dorf nachempfunden“ inmitten von Zitronen- und Olivenhainen liegt. Der Hinweis, dass im Gourmetrestaurant „angemessene Kleidung“ erwünscht sei, richtet sich an die künftigen Touristen, die nach den G7 in Scharen erwartet werden.  Schließlich lockt Fasano auch mit Safari-Zoo, Vergnügungspark und Golf.

Die offizielle Webseite schwärmt vorab vom Treffen „an einem der faszinierendsten Orte der Welt“ und von der natürlichen und künstlerischen Schönheit Apuliens und seiner Brückenfunktion zwischen dem Osten und dem Westen der Welt. Das setzt Maßstäbe nicht nur für die Schluss-Erklärung des Gipfels, auch zu Zukunftsthemen wie Migration und Klimawandel. Denn wie heißt es: „Im Laufe der Jahrhunderte hat dieses Land verschiedene Völker, Kulturen und Religionen aufgenommen, die ein reiches Erbe hinterlassen haben.“  Erinnerungen ragen in die Gegenwart hinein.

PS: Falls jemand Funny vermisst hat- die machte als „Gasthund“ Urlaub von uns bei ihrer Lieblingstrainerin aus Welpentagen. Sie hätte mit den Ohren geschlackert beim Anblick apulischer Cockerspaniels mit verbandsähnlichem Schal um den Kopf. Wegen der Pfützen und dem Dreck, lautete die menschliche Begründung.

Romane eröffnen andere Perspektiven auf Raum und Zeit

Sie hatte Glück: mehr als 800 Seiten ungelesen fanden sich auf ihrem hastig gegriffenen E-Book auf der Intensivstation. „Bitternis“ hat die polnische Schriftstellerin Joanna Bator ihren Roman überschrieben, der fast hundert Jahre Familiengeschichte aus der Sicht der Frauen schildert. Es wird viel geschlachtet, gebraten, verwurstet, der Vater lehrt Berta den Umgang mit dem Fleisch und will sie mit einem Schlachter verheiraten. Doch sie liebt einen anderen, wird schwanger, begeht später mit dem Messer ein Verbrechen. (Ein solcher Vatermord habe sich im 19.Jahrhundert ereignet, hatte die Autorin erfahren.) Es riecht nach Blut, Alkohol, Schweiß, Dreck. Alle stecken fest, selbst als der bleierne Kommunismus dem „Wind of Change“ weicht und die Enkelin, die als erste studieren kann, schafft sie es nicht, ihre Träume auch nur ansatzweise zu verwirklichen. Das alles in Niederschlesien jenseits der deutschen Grenze – und doch so fern, dass hierzulande kaum jemand darum weiß- oder wissen möchte. Feministin Bator selbst ist Vegetarierin, Tierliebhaberin, PiS-Kritikerin und Philosophin, hat in London, Tokio und New York gelebt, schreibt jetzt in einem Vorort von Warschau.

Der sterile Raum auf der Intensivstation und später das Isolierzimmer wegen Covid machen es ihr leicht, sich mit den Frauen durch die beengten Räume, die vergebliche Suche nach einer anderen, besseren Zukunft zu bewegen. Nicht an der Bitternis zu ersticken. Und sich erinnern an die eigene Reise entlang der polnischen Ostseeküste im Juni vorbei an blühenden Hecken und Rapsfeldern, deren Duft sich mit dem aus einer Waffelbude mischte.

Ganz schön rätselhaft diese Buch-Umschläge: Warum scheint der Papageienkopf kopfüber so zufrieden? Und warum blickt einen die junge Frau lächelnd an hinter den Buchstaben eines solchen Titels?

Wenig mehr als 200 Seiten braucht Sigrid Nunez, um mit „Die Verletzlichen“ zurück in die Corona-Zeit zu führen. Mitten in ein New York, das jeder, der konnte, verlassen hat. Die namenlose Ich-Erzählerin landet in einer Art Wohngemeinschaft mit einem ihr unbekannten jungen Mann und dem Auftrag, sich um den zurückgelassenen Papagei „Eureka“ mit eigenem Zimmer zu kümmern. Lesend lässt sich der Erzählerin folgen, wenn sie sich erinnert an ihr Jugend-Vorbild Jane Godall oder die Hippiezeit. Es gibt zufällige Begegnungen, ein vergessenes Notizbuch auf einer Parkbank, die Schreibblockade und der Verlust des Selbstvertrauens. Ängste und Träume von Trump. Zu erfahren ist auch mehr über den Mythos der Büchse der Pandora., wobei sich in Corona-Zeiten die Frage stellt: Warum blieb die Hoffnung in der Büchse, als die Übel entwichen? Wozu noch langfristige Pläne, fragt sich die Ich-Erzählerin, offenbar auf der Suche nach einer neuen Form des Schreibens. Sie muss erleben, wie der junge Mann namens Giersch mit Eureka „aus meinem Leben, aus meinem Roman“ geht. Während sie zurückkehrt in ihre alte Wohnung und das Dasein als Schriftstellerin. CB

Sigrid Nunez „die Verletzlichen“, Übersetzt von Anette Grube. Aufbau Verlag, 224 Seiten, 22 €

Joanna Bator „Bitternis“. Aus dem Polnischen von Lisa Palmes. Suhrkamp Verlag, 829 Seiten, 23 €

Schlaganfall – neue Lebenszeit (Folge 4)

Mein Schlaganfall ereignete sich am 4.Dezember. Die Folgen sind präsent. Aber auch anderes schleicht sich zaghaft wieder ein:  Zettelskrom über Bücher, aktuelle und wiederentdeckte, neu aufblühende Kontakte, Besuchspläne und einhändig zu schreibende Texte. Bald wird hier davon zu lesen sein. Nach diesem Einblick in meinen neuen Alltag.

Lange her die Wochen in der ambulanten neurologischen Reha. Gestern auf Rezept wieder dort zur wöchentlichen Ergotherapie. Ausnahmsweise zu früh am anderen Ende der Stadt, die Bahnen waren pünktlich. Ich erkenne nur einen „Kollegen“ wieder, der als Opfer eines brutalen Überfalls in eine wochenlange Verlängerung gegangen ist. Konzentriert tanzt eine jüngere Patientin mit dem Sporttherapeuten eine Schrittfolge quer durch den „Wartesaal“. Viele Türen, Sitzmöglichkeiten und ein Automat, dessen Kakao an Schulzeiten erinnert. Eine Therapeutin, die aus Südkorea stammt, sucht nach denen, die in wenigen Minuten mit ihr Atemgymnastik trainieren sollen. Da bin ich schon damit beschäftigt, ganz langsam knallgelbe, nicht klebrige Knete mit der linken Hand zu formen. Dass die Hand etwas spürt, gilt nach wie vor als positives Zeichen – und seien es Kälte oder schmerzhafte Verkrampfungen nachts um 3:15 Uhr.

Immer wieder kreisen meine Gedanken um die Zeit. Mein Vertrauen in Hausarzt, Neurologen oder Orthopäden sowie das eigene Wissen aus der Reha um die Unvergleichbarkeit der Krankheitsverläufe verhindern Internet-Recherchen über zeitliche Perspektiven nach einem Schlaganfall. Tag für Tag kann ich mich nur schwer an meine Langsamkeit gewöhnen: wenn sich die Zahnpastatube morgens im Bad wehrt, einhändiges Bügeln neue Falten kreiert, weit ausgreifende Armbewegungen erst das Anziehen des Mantels und das Umschnallen der Hundeleine ermöglichen. Im Restaurant dann Ergotherapie, um ein kleines Päckchen weicher Butter in Kontakt mit einer Scheibe Schwarzbrot zu bringen. In der Küche funktioniert es am besten, wenn die Eieruhr stumm bleibt und ich alle Zeit der Welt zu haben meine.

Erschöpft bin ich schneller und empfindlicher geworden. Fragen wie „Alles wieder beim Alten…?“  oder der Hinweis auf die Schwiegermutter, die mit 94 nach einem Schlaganfall ins Pflegeheim umzog, lassen Wut aufsteigen. Dabei weiß ich, dass auch Tipps für einen behindertengerecht ausgestatteten Automatik-Wagen gut gemeint sein können. Aber mir fehlt der vertraute Schutz aus Gelassenheit, Schlagfertigkeit und Humor. Entschuldigung für meine barschen Reaktionen. Und Dank an die, denen ich begegne und die – lange nicht gesehen- meinen, sie sähen Fortschritte bei Kraft und Beweglichkeit meines linken Arms und der Hand.  CB

Schlaganfall – Hoffnung auf mehr Geduld und Alltag (Folge 3)

Seit zwei Tagen befinde ich mich nach der ambulanten neurologischen Reha im Zustand „aktiver Nachsorge“. Es ist gelungen, den Stapel von Papieren zu ordnen, abzuheften und einige in Plastikhüllen oder Briefumschläge zu verstauen – letzteres eine akrobatische Übung, ohne die linke als gleichberechtigte Hand einsetzen zu können.  Die „schwache Hand“ (, wie sie der Orthopäde nennt,) hat per Rezept erste Ergotherapie-Termine ab Mitte Februar. Bis dahin zuhause elektronische Animation der Muskeln, noch minimale Kraftübungen mit Geräten, die mir auch ein Gitarrist empfahl, Alltagstraining mit Wäscheaufhängen, Spülmaschine betreuen, Rosenkohl schälen usw. …Einkaufen mit neu erworbenem „Hackenporsche“ hake ich als Bewegungstraining ab und bin froh, dass die beste Nachbarin von allen manches per Auto heranschafft.

Handyfoto zum Beginn der neurologischen Reha am 18.12.wie von allen Patientinnen und Patienten – damit niemand zwischen den Etagen und Behandlungsräumen verloren gehen kann.

Zwei Monate nach dem Schlaganfall bleibe ich dankbar für die freundschaftliche Ermutigung von vielen Seiten, die es mir leichter macht, Hilfe zu akzeptieren und Geduld mit der linken Hand zu haben. Kocht die hilflose Empörung hoch, versuche ich wie die US-Marinetaucher zu atmen – was so viel Konzentration verlangt, dass die Wut fortgetrieben wird. Stattdessen können Bilder auftauchen wie das vom sommerlichen Schwimmen in einem See. Ein Wunsch, ein Ziel, das sich auf der Intensivstation zwölf Stunden nach dem Schlaganfall das erste Mal vor meine Augen schob.

Kleine Erinnerungen an die ambulante Reha

Der Fahrdienst holt mich frühestens um 6:30 Uhr ab. Mit dem Rest Kaffee und im Mantel an der Tür gewartet, damit niemand klingelt und keiner wach wird.

Eine Mitpatientin entdeckt im Gespräch, dass ich Mitautorin des Mädchen-Aufklärungsbuches bin, dass ihr 1995 mit 14 eine Lehrerin lieh. Sie hat es heimlich unter der Bettdecke studiert.

Ein Mann wird morgens mit Rollstuhl zur Reha abgeholt. Einige Wochen später reicht ihm ein Rollator.

Reißverschlüsse können hakelig sein – ein Mitpatient rät zur Kletterhose mit breitem Elastikbund.

Jeder hat hier seine „Schwäche“ mehr oder weniger augenfällig. Bei manchen fällt sie erst auf, wenn sie bei Gleichgewichtsübungen nach der rettenden Ballettstange greifen. „So viel wie geht“ heißt es.

Frisches Wasser zapfen und viel trinken, lautet die Devise. Aber wie gut tut die Schokolade für 50 Cent aus dem Automaten – ein Geschmack von Schulzeit. Nur dass die Becher heute aus Porzellan sind.

Mit der VR-Brille in der Ergotherapie einen Drachen zu lenken versucht. Ein Kindertraum, denn der zu schwere Stoff-Drachen ist damals nie bis an Wolken gestoßen.

Tanztherapie bringt jeden zum Lächeln, auch die Traurigen,, denen die Sprache abhandengekommen ist. CB

Parkplatz in der Reha – Raum für Phantasien